Der Verein zur Förderung der deutsch - bosnisch-herzegowinischen Wirtschaftsbeziehungen in Sarajewo
Im Mai 2007 gründeten 25 Unternehmen, die entweder im Ex & Import oder als Berater zwischen Deutschland und Bosnien und Herzegowina (BuH) tätig sind bzw. deutsche Gesellschafter haben, unseren Verein. Im Frühjahr 2009 verzeichneten wir mehr als 60 Mitglieder.
Zugegeben – der Name ist etwas umständlich und lang. Aber mit den Internetadressen www.verein.ba und www.udruzenje.ba haben wir eine gute Lösung für die Kommunikation gefunden.
Der Verein ist Netzwerk + Interessenvertretung + Club.
Durch die –im Juni 2008 erfolgte - Unterzeichnung des Stabiliserungs –und Assoziierungsabkommen mit der EU durch die Regierung von BuH, wird nun der Weg in die EU angetreten.
Die mit der Umsetzung des SAA verbundenen Veränderungen in Politik und Wirtschaft - den Anpassungen an die Regelungen und Normen der EU - fallen in eine Zeit des weltweiten Umbruchs der Wirtschaftsbedingungen.
Die aktuelle Wirtschaftskrise ist mittlerweile auch in BiH angekommen.
Der gesunkene Ölpreis beeinflusst die Aussenhandelsbilanz zwar positiv, aber sowohl Ex und Importe verzeichnen einen Rückgang.
Fakten zu Bosnien und Herzegowina
• Bundesstaat auf dem Balkan, angrenzend an Kroatien, Serbien und Montenegro. 20 km Adriaküste.
• 3,9 Mio Einwohner
• Fläche: 51.129 qkm, etwa so gross wie Niedersachsen
• BiP: pro Kopf 3043 € / Wachstum 5,5% (2008)
• Währung: Konvertibilna Marka, ist an den Euro gekoppelt. 1 € = 1,95583 KM
• Wirtschaftlich stärkste Regionen: Sarajevo, Mostar, Zenica, Banja Luka
• Autobahn im Bau
Doppel-Besteuerungsabkommen Deutschland-SFRJ, gilt für BIH weiter.
Investitionsschutzabkommen DE-BIH_2007 ratifiziert
RentenVersicherung_DE-SFRJ, gilt für BIH weiter
Germanwings fliegt von Köln und Stuttgart mehrmals wöchentlich, Lufthansa, Austrian Airlines und MALEV täglich nach Sarajevo.
Ein neues Angebot der Delegation der Deutschen Wirtschaft in Sarajevo.
Der Fact Finding Trip.
Gemeinsam mit einem zweisprachigen Mitarbeiter erkunden Sie Geschäftsmöglichkeiten in Bosnien und Herzegowina.
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Ressourcen und Wirtschaft
BuH hat keine erschlossenen, bedeutenden Vorkommen an fossilen Energieträgern.
Grössere Öl -und Gas - Vorkommen liegen in einer Tiefe von 5.000 - 6.000 m und können frühestens in 20 Jahren ausgebeutet werden.
Öl und Gas werden heute importiert und überwiegend für Treibstoffproduktion und Heizung genutzt.
Trotz aktueller, entspannter Preissituation erfordert das für die nächsten Jahre dringend neue Lösungsansätze.
Aber das Land hat aufgrund seiner natürlichen Gegebenheiten und als Erbe aus Titos Zeiten (Rüstungsschmiede) Wasserkraftwerke, die ihm heute ermöglichen, als einziger Elektroenergie-Netto-Lieferant in der Region aufzutreten.
Und weitere Wasserkraftwerke sind in Planung.
50% des Landes sind bewaldet, in der Herzegowina gibt es sehr gute Voraussetzungen für grosse Photo-Voltaik-Anlagen und für die Nutzung der Windenergie (Adriaküste).
Thermalenergie wird für die Heizung von Wohngebieten genutzt. Diese Anlagen müssen, da seit vielen Jahrzehnten im Einsatz, ersetzt werden. In weiten Landesteilen sind gute Bedingungen für die Nutzung der Thermalenergie vorhanden.
Pellets und Hackschnitzelheizungen (überwiegend importiert aus der EU) sind - wegen der hohen Anschaffungskosten (im bisherigen Vergleich zu Öl- und Gasheizungen) - nur ausnahmsweise im Einsatz.
Das Potenzial an Holz für Pellets und Hackschnitzel ist noch weitgehend ungenutzt.
Fast 2/3 der Haushalte heizt in traditionellen Öfen mit Holz – aber mit sehr geringem Wirkungsgrad.
Oftmals nass, ist es im Winter auch eine starke Umweltbelastung.
Noch immer gibt es in der Mehrzahl der kommunalen Wohnungen der Städte die ein zentrales Heizsystem haben, keine individuelle Heizkostenerfassung.
Alte, uneffektive Heizkörper haben keine Ventile zum Abstellen....
Schlecht isolierte Häuser und einfache Fenster vergeuden Energie.
Auch Neubauten entsprechen nicht den in Deutschland üblichen Normen zur Energieoptimierung.
Hier liegen die grossen Potenziale der nächsten Jahre. Denn um auf EU Standards aufzuschliessen muss hier investiert werden. Nur so können die hohen Importkosten für Energieträger gesenkt werden.
April 2008: Energy Sector Study in BIH
Ein Bereich mit Tradition ist
die Metallverarbeitung.
Zu unseren Mitgliedern zählen auch Firmen aus diesem Bereich. Sie fertigen fast ausschliesslich für internationale Abnehmer.
Bader-Metallbau
Coprotec Sistemi d.o.o. Orasje
Graewe Dreh-und Gewindetechnik
Deutsch-Bosnische -Cooperation
Mitgliedschaft in unserem Verein
Wir freuen uns, wenn Sie in dieser Aufbruchsphase als Mitglied in unserem Verein dabei sein wollen.
Als neues Mitglied können Sie auf Rat und Hilfe hoffen.
●●● Wenn Sie als Lieferant aus Deutschland Marktinformationen benötigen.
Da kooperieren wir mit der Delegation der Deutschen Wirtschaft und nutzen das Potenzial unserer Kollegen.
●●● Wenn Sie Sorgen bei der Beschaffung der Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung haben. Alle deutschen Angestellten von lokalen Firmen (auch als Gründer einer Firma sind Sie Angestellter) haben da ihre Erfahrungen gemacht und Lösungen gefunden - die sie an neue Mitglieder gern weitergeben.
●●● Wenn Sie als Firma in BuH nach Deutschland exportieren wollen und Wissen, Erfahrungen und Kontakte benötigen.
Unser Veranstaltungsplan
Hier können Sie den Mitgliedsantrag herunterladen.
... und hier finden Sie weitere Informationen über BuH:
Auswärtiges Amt
Office of the High Representative
Delegation der Deutschen Wirtschaft in BuH
Germany Trade and Invest
....und hier das WHITE BOOK 2009 des Foreign Investors Council. Dort werden aus Sicht der grossen Investoren die Markteintrittshürden beschrieben.
Foreign Investors Council
Sarajevo, 11.02.2011



